TU Braunschweig

Symbolfoto

Voß, H.-J.:
Optimale Fahrprofilausnutzung bei schienengebundenen Nahverkehrsfahrzeugen durch die Kombination von konventioneller Regelungstechnik und Fuzzy Control.
Dissertation, Technische Universität Braunschweig, Institut für Regelungs- und Automatisierungstechnik, VDI Verlag Düsseldorf, 1996.

Kurzfassung:

Ausgehend von einer unbefriedigenden Situation im Personenverkehr, die ihre Ursachen in den externen Effekten des Verkehrs hat (insbesondere Umweltbelastungen und staubedingte Produktivitätsverluste) findet z. Z. ein bemerkenswerter Wandel statt. So wird durch eine restriktive Verkehrspolitik und eine Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) versucht, dem ständig steigenden Verkehrsaufkommen gerecht zu werden. Ziel ist es dabei, den Modal Split als Kennzahl des Individualverkehrs zum ÖPNV deutlich zugunsten des ÖPNV zu erhöhen. Dabei sollen die Nachteile, die durch den motorisierten Individualverkehr entstehen, vermindert werden, und gleichzeitig soll aber die Mobilität der Bevölkerung erhalten bleiben. So wird versucht, durch restriktive Maßnahmen den Pkw-Verkehr einzuschränken. Im Bereich des schienengebundenen Personennahverkehrs sollen die Transportkapazitäten erhöht und der Reisekompfort verbessert werde, um sowohl bei neuen als auch bei bestehenden Anlagen den Anteil an dem Gesamtverkehrsaufkommen zu steigern. Neu zu errichtende Anlagen erfodern sehr hohe Investitionen und verbrauchen Ressourcen wie Landschaft, Energie und Rohstoffe. Eine günstige, wirkungsvolle Alternative ist es, schon bestehende Anlagen zu optimieren. Im Bereich des Fernverkehrs der Deutschen Bahn AG ist CIR-ELKE ein aktuelles Schlagwort. CIR-ELKE steht als Abkürzung für Computer Integrated Railroading - Erhöhung der Leistungsfähigkeit im Kernnetz der DB. Damit lässt sich beim Fernverkehr die Transportleistung allein durch moderne Leit-, Steuer- und Sicherungstechnik teilweise um bis zu 30 % erhöhen. Es stellt sich die Frage, ob für den Nahverkehr eine entsprechende Optimierung der Technik zu einem ähnlichen Erfolg führt. Optimierung heißt, neue, leistungsfähige Rechnergenerationen mit ihren peripheren Einrichtungen, aber auch neue Verfahren und Kommunikationstechniken einzusetzen und zu nutzen. Es gilt, den Automatisierungsgrad und damit die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Zugbeeinflussungssystems zu steigern. Um das Gesamtsystems in seiner komplexen Aufgabe zu optimireen, ist es sinnvoll, dieses zu strukturieren und die einzelnen Subsysteme zu optimieren. Dabei ist es notwendig, die Abhängigkeiten und Wechselwirkungen der Subsysteme untereinander zu berücksichtigen, um damit eine Gesamtoptimierung zu erreichen.


http://www.iva.ing.tu-bs.de?iT=27_815&id_select=222