TU Braunschweig

Symbolfoto

Becker, V.:
Regelung elektromechanischer Lenkanlagen für Gabelstapler.
Dissertation, Braunschweig, VDI Verlag Düsseldorf, 2001.

Kurzfassung:

Kraftunterstützende Lenkanlagen gehören zur Standardausstattung heutiger Gabelstapler. Neben der unmittelbaren Komfortverbesserung durch verminderte Lenkkräfte ergeben sich weitere Vorteile bei der Fahrzeugführung. So ist die Übersetzung einer Hilfskraftlenkanlage aufgrund der Unabhängigkeit von den Reibkräften beim Lenkvorgang in Hinblick auf eine einfache Manövrierbarkeit auslegt. Die eigentliche Entwicklung von Hilfskraftlenkanlagen begann in den 30er Jahren, wobei pneumatische, elektrische, mechanische und hydraulische Arbeitsprinzipien angewendet wurden. Bisher konnte sich hauptsächlich die Hydraulik durchsetzen, vereinzelt existieren auch elektrische Bauformen. Hydraulische Hilfskraftlenkanlagen zeichnen sich durch ein geringes Bauvolumen, den breiten Erfahrungshintergrund soswie geringe Herstellkosten aus. Der relativ ungünstige Wirkungsgrad stellt insbesondere für batteriebetriebene Gabelstapler einen großen Nachteil dar. Hierdurch erklärt sich, warum gerade bei dieser Fahrzeugbauart vermehrt elektrische Hilfskraftlenkanlagen Verbreitung finden. Sofern der Hubgerüstantrieb nicht wie häufig hydraulisch sondern elektrisch ausgeführt ist, kann bei einer elektromotorischen Lenkung auf die Hydraulikflüssigkeit im Fahrzeug gänzlich verzichtet werden. Dieses ist ein entscheidender Vorteil, insbesondere wenn der Stapler zum Transport von Gütern aus dem Lebensmittelbereich eingesetzt wird.


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