Systemik:
Zur Zeit wird die Systemtheorie, die zum Verständnis technischer und auch
anderer Systeme notwendig ist, entscheidend weiterentwickelt. Insbesondere
die analytisch-formale Behandlung komplexer Dynamiken wie z.B.
kontinuierlich-diskretes, stochastisches oder nichtlineares Verhalten sollen
hier weiter untersucht werden. Die Integration begrifflich-pragmatischer
Eigenschaften wie das Konzept der Verlässlichkeit oder auch die
Objektorientierung mit ihren Formalismen müssen hier Berücksichtigung
finden.
Kooperative Systeme:
Ein Kooperatives System setzt sich aus vielen Akteuren
zusammen,
die durch aufgabenbezogenes Handeln sowie unter Zuhilfenahme von
Interaktions-
und Koordinationsmechanismen gemeinsame Ziele verfolgen.
Für automatisierungstechnische Systeme, wie z.B. in
Automobilelektronik,
Verkehrsleittechnik und Prozesstechnik, stellt deren Umsetzung in
Form Kooperativer Systeme
einen Ansatz zur Beherrschung der hohen Komplexität und dezentralen
Struktur
sowie zur Erfüllung der Anforderungen an Robustheit und
Fehlertoleranz dar.

Kooperative Systeme besitzen eine Vielzahl an Vorbildern,
wie z.B. in der Biologie Schwarmverhalten, Sozialverhalten und
kooperatives Problemlösen von Lebewesen.
Nach diesem Leitbild werden am Institut für Verkehrssicherheit und
Automatisierungstechnik
Fragestellungen rund um den Entwurfsprozess behandelt
sowie Kooperative Systeme für spezifische Aufgabenstellungen
entworfen.