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INESS

Integrated European Signalling System SCP7-GA-2008-218575

Projektbearbeiter: Jörg R. Müller, Geltmar von Buxhoeveden
Auftraggeber: European Commision
Projektpartner: international Union of Railways (UIC),
Administrator of Railway Infrastructures (ADIF),
Alma Consulting Group,
Alstom,
Ansaldo STS,
AZD,
Banverket,
BBR Verkehrstechnik GmbH,
DB Netz AG,
Technische Universiteit Eindhoven,
Funkwerk IT,
Schneider Electric (ehemals Invensys),
MerMec,
Network Rail Infrastructure Ltd,
ProRail,
Railsafe Consulting LTD,
Rete Ferroviaria Italiana (RFI),
Forschungsinstitut für Regionalisierung e.V. (FIR),
Scheidt&Bachmann,
Siemens AG - Transportation Systems,
University of Southampton,
TIFSA,
Thales Group,
Technische Universität Braunschweig - Institut für Eisenbahnwesen und Verkehrssicherung,
Universidad Politecnica de Madrid,
University of York,
Union of European Railway Industries,
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) - Institut für Verkehrsforschung,
Eliop SA

Projektbeschreibung

Im Gegensatz zum Autoverkehr, ist im Eisenbahnwesen ein Halten "auf Sicht" nicht möglich. Lange Bremswege der Züge erfordern eine rechtzeitige Signalisierung des vorausliegenden Gleisabschnitts.

Aus europäischer Perspektive haben Signalsysteme lange Zeit nationalen Entwicklungen unterlegen. Technik, die in einem Land entwickelt und zugelassen wird, kann derzeit nur nach erheblichen Anpassungen in einem anderen Land zum Einsatz kommen.

Bisherige Projekte

Seit 1990 fördert die EU im Rahmen des ERTMS-Projekts (European Rail Traffic Management System) die Erneuerung von Signaleinrichtungen. Das Programm umfasst bisher aber nur Teilbereiche der Signalisierung und Zugsteuerung. Einer Einführung des gefürderten ETCS (European Train Control System) steht in vielen Fällen alte und uneinheitliche Stellwerkstechnik entgegen.

Wirtschaftliche Bedeutung

Die Erneuerung von Stellwerken ist mit erheblichen Kosten verbunden. Daher müssen in Zukunft die Reduzierung der Gesamtsystemkosten (Life-Cycle-Costs) und die Standardisierung der Systemkomponenten im Mittelpunkt stehen. Ohne eine Standardisierung, wie sie im Umfeld von ERTMS-ETCS schon stattgefunden hat, werden Unternehmen aus der Zulieferindustrie für Signalisierungstechnik die konkurrierenden, nationalen Entwicklungen und Anforderungen langfristig nicht bedienen können.

Projektziele

Bahnbetreiber und Zulieferindustrie haben sich verständigt, dass im Rahmen des INESS Projekts Schnittstellen definiert werden, die ein reibungsloses Zusammenarbeiten von Stellwerken, ETCS-Komponenten und Betriebsleitzentralen ermöglichen. Dabei werden die Projektsteuerungsprinzipien der CENELEC-Normen (Comité Européen de Normalisation Electrotechnique) von INESS berücksichtigt. Es wird bei INESS auf den Ergebnissen des Eurointerlocking-Projektes und den Entwicklungen von ERTMS aufgebaut. Das Konzept und die Funktionalität des aktuellen ETCS bleiben dabei bewusst unberührt.

Offizielle Homepage

INESS


http://www.iva.ing.tu-bs.de?iT=4_519&projectId=131