TU Braunschweig

Symbolfoto

emil PRIMOVE

Elektromobilität mittels induktiver Ladung - Betriebliche und infrastrukturelle Planung und Optimierung

Projektbearbeiter: Tamás Kurczveil, Rasmus Rüdiger
Auftraggeber: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Projektpartner: Braunschweiger Verkehrs-AG,
Bombardier Transportation,
BS/Energy,
Technische Universität Braunschweig - Institut für Elektrische Maschinen, Antriebe und Bahnen (IMAB),
Technische Universität Braunschweig - Institut für Hochspannungstechnik und elektrische Energieanlagen (elenia)

Betriebliche und infrastrukturelle Planung und Optimierung

Die Übertragung elektrischer Energie mittels des Induktionsprinzips stellt eine elegante Mög-lichkeit dar, um berührungslos den Energiespeicher in Fahrzeugen des Straßenverkehrs aufzu-laden, ohne dabei die Oberfläche von Fahrstreifen und anderen Einrichtungen der Verkehrswege zu beeinträchtigen. Allerdings stellen sich für die Abwicklung dieser Ladevorgänge neuartige Aufgaben, die in diesem Projekt intensiv untersucht werden sollen.

Zum einen muss die optimale Platzierung der Ladeeinrichtungen in Verkehrswegen untersucht werden. Hier kommen spezielle Fahrstreifen für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Frage, wie es jüngst im Regierungsprogramm Elektromobilität am 18.05.2011 (S. 48) formuliert wurde: ?Die Zulassung von Elektrofahrzeugen auf Bussonderfahrstreifen könnte einen attraktiven zusätzlichen Anreiz für den Erwerb und die Nutzung solcher Fahrzeuge darstellen?.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, temporäre Haltepunkte auf Verkehrswegen zu integrieren, z.B. vor Lichtsignalanlagen, um den motorisierten Individualverkehr (MIV) in die Ladeinfrastruktur zu integrieren. Für längerfristige Ladevorgänge könnten entsprechende Einrichtungen an Haltepunkten des ÖPNV-Netzes platziert werden, wie z.B. Parkbuchten, Depots, Betriebshöfe oder Wendeschleifen. In jedem Fall ist sicherzustellen, dass die Fahrzeuge des öffentlichen Personennahverkehrs ortsgenau, zeitgerecht und ohne Behinderungen des übrigen Verkehrs mit der für den Dauerbetrieb notwendigen Energie versorgt werden können. Durch die Wechselwirkungen des ÖPNV mit dem sowohl zukünftig elektrisch als auch verbrennungsmotorisch betriebenen Individualverkehr ergibt sich ein komplexer Mischbetrieb. Zur Erlangung eines behinderungsfreien Ablaufs ist dessen Optimierung Gegenstand dieser Untersuchung und gliedert sich als Bestandteil in das Projekt ?Anwendung induktiver Energie-übertragung im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)? der Braunschweiger Verkehrs-AG und ihrer Konsortialpartner ein.

Die Untersuchungen der betrieblichen, infrastrukturellen und integrativen Fragestellungen für dieses Projekt umfassen die im Regierungsprogramm Elektromobilität adressierten Aufgabenstellungen (S. 48 f), wie

  • die Untersuchung der aktuellen Auslastung vorhandener Bussonderfahrstreifen und der verbleibenden Möglichkeiten für die deren Eröffnung für weitere Verkehrsteilnehmer beispielsweise durch Zusatzzeichen,
  • die Analyse der Kapazitätsgrenzen und der Bedingungen für Kapazitätsaufstockungen bzw. Ausbauten und
  • die Möglichkeit der Nutzung von Bus-/Taxispuren als Anreiz für den Erwerb von Elektrofahrzeugen.

Für deren Bearbeitung sollen die im Folgenden detailliert beschriebenen Arbeitspakete dienen:

  • AP 1: Betriebliche Szenarien
  • AP 2: Integration in die Verkehrswegeinfrastruktur
  • AP 3: Integration in eine Verkehrsinformations- und Kommunikationsinfrastruktur


http://www.iva.ing.tu-bs.de?iT=4_519&projectId=458