TU Braunschweig

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DEUFRAKO-M

Leistungsspezifikation für eine europäische Wegmeßeinheit für Züge

Projektbearbeiter: Sven Kiriczi
Auftraggeber: Bundesbahn Zentralamt - München
Projektpartner: Bundesbahn Zentralamt - München,
Direction De La Recherche - Paris,
SNCF

Mit Blick auf den europäischen Binnenmarkt und der daraus resultierenden Zunahme des grenzüberschreitenden Personen- und Güterverkehrs ist eine Vereinheitlichung der europäischen Eisenbahnen unumgänglich. Das gilt auch für die Zugeeinflussungssysteme der europäischen Eisenbahnen. Bisher muss ein Zug im grenzüberschreitenden Verkehr meistens mit soviel komplett unterschiedlichen Zugbeeinflussungssystemen ausgerüstet sein, wie Staaten befahren werden. Da bei der Deutschen Bahn (DB) und den Französischen Staatsbahnen (SNCF) durch die Zunahme des Hochgeschwindigkeitsverkerhs und die Entwicklung neuer Kommunikationssysteme Handlungsbedarf für ein neues Zugbeeinflussungskonzept besteht, wurde von den beiden Eisenbahnverwaltungen beschlossen, ein gemeinsames Zugbeeinflussungs- und Übertragungskonzept für Fernbahnen zu entwickeln, das maßgebend für die europäische Entwicklung werden soll. Diese Zusammenarbeit geschieht im Rahmen des deutsch-französichen Kooperationsabkommens DEUFRAKO-M.

Das Institut für Regelungs- und Automatisierungstechnik hat dabei auf Seiten der DB an der Spezifikation einer zentralen Wegmesseinrichtung, einem Teilsystem eines Zugbeeinflussungssystems, mitgearbeitet. Eine zentrale Wegmesseinrichtung besteht aus Sensoren zur Messung von Weg, Geschwindigkeit, Beschleunigung oder weiterer Zustände eines Zuges, einer Recheneinheit (Wegmesseinheit) und Verbindungen zwischen den Sensoren und der Wegmesseinheit sowie aus einer Schnittstelle zu einem übergeordneten Zugbeeinflussungssystem. Ziel dieser Spezifikationsarbeit war es, ein Lastenheft für eine sogenannte europäische Wegmesseinheit zu erstellen, die ein Teilsystem eines europäischen Zugortungssystems ist.


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