TU Braunschweig

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Methodische benutzerorientierte Evaluation von Werkzeugen zum Systementwurf

Projektbearbeiter: Michael Meyer zu Hörste, Mourad Chouikha, Gebhard Decknatel

Im Rahmen dieses internen Projektes wurde eine Methodik definiert, die dazu dient, Werkzeuge für den Systementwurf systematisch und methodisch zu evaluieren.

Auf der Basis von Untersuchungen zum Vergleich formaler und semi-formaler Beschreibungsmittel wurde ein Verfahren entwickelt, das es erlaubt, Computer-Werkzeuge zur Systemmodellierung bzw. zum Systementwurf zu vergleichen und zu bewerten. Grundlage dieses Verfahren ist eine umfangreiche Liste von möglichen Eigenschaften und Kriterien, die eine Basis für die Bewertung bieten können. Im Rahmen eines Workshops mit dem Anwender des Werkzeugs werden die Eigenschaften und Kriterien ausgewählt, mit Gewichtungfaktoren versehen und gegebenfalls um weitere neue Kriterien ergänzt. Die Evaluation findet in zwei Phasen statt: in der ersten Phase wird eine Vorauswahl von Werkzeugen getroffen, um grundsätzlich ungeeignete Werkzeuge gleich auszusortiere. In der folgenden zweiten Phase werden die ausgewählten, grundsätzlich geeigneten Tools in drei Schritten untersucht. Der erste Schritt ist die Installation auf einer repräsentativen Maschine, die von einer entsprechenden Protokollierung begleitet wird. Im zweiten Schritt werden die Eigenschaften des Werkzeugs erfasst und bewertet. Im letzten Schritt wird ein einheitliches Anwendungsbeispiel mit allen Werkzeugen realisiert, auch hier mit einer entsprechenden Protokollierung. Den Abschluss der Evaluation bildet ein Bericht, der neben der Auswahl der Werkzeuge für die zweite Phase und der detaillierten Bewertung dieser Werkzeuge auch eine Empfehlung für ein oder mehrere Werkzeuge enthält.

Mit diesem Verfahren zur systematischen, benutzerorientierten Evaluation sind bereits mehrfach im Auftrag verschiedener Anwender vergleichenden Untersuchungen von Petrinetz-Werkzeugen durchgeführt worden. Diese Vergleichsstudien zeichnen sich vor allem durch unterschiedliche Anforderungsprofile aus. Die Methodik wird im Rahmen eines internen Projektes erweitert und verfeinert und im besonderen mit neuen Standartanwendungsbeispielen ausgestattet.


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